Deutschlands großes Finanzportal - Homepage
Pressemitteilungen +++ Aktuelle Finanzmeldungen aus Deutschland +++ Österreich +++ Schweiz +++ und International +++    RSS Feed
Towers Watson: Insurance Consumer Survey 2015
Verschiebung der Machtverhältnisse: Neues Kaufverhalten wälzt Versicherungsbranche um


• „Generation Finanzkrise“ birgt hohes Potenzial
• Wissenslücken der Verbraucher: Produkte einfacher aufsetzen
• Digitale Strategie entscheidend

London/Köln, 30. März 2015 – Versicherungsunternehmen müssen sich auf eine neue Generation von Kunden einstellen: Die jungen Käufer, heute noch unter 30 Jahre alt, sind extrem preissensibel und risikobewusst in finanziellen Fragen. Zugleich sind sie neue Formen des digitalen Umgangs gewohnt, lösen sich leichter von traditionellen Marken und Verkaufskanälen. Dies sind die Kernergebnisse des „Insurance Consumer Survey 2015“, den Towers Watson unter mehr als 7.000 Verbrauchern in sieben europäischen Ländern durchgeführt hat.

Die neue „Generation Finanzkrise“
Die unter 30-Jährigen in Europa sind spürbar geprägt durch das letzte Jahrzehnt der Finanzkrisen: Sie sind risikoavers und setzen stärker auf konservative Finanzplanung als ältere Generationen. Die Studie zeigt, dass der Sparer-Anteil unter den 18-24-Jährigen in Deutschland mit 30 Prozent am höchsten liegt. In den anderen Märkten liegt er zwischen 14 und 22 Prozent (Abb. 1). „Hier bieten sich Chancen, insbesondere für deutsche Anbieter“, so Frank Schepers, Managing Director der Versicherungsberatung von Towers Watson. „Zugleich setzt das die Versicherer unter Druck, die junge Zielgruppe anders anzusprechen, sich per Social Media zu positionieren und alle digitalen Kommunikationsmöglichkeiten auszuschöpfen.“

Markenstärke und Rolle des Vermittlers als Berater werden unwichtiger
Die fortschreitende Technik bewirkt, dass junge Konsumenten im Prozess der Kaufentscheidung ganz anders vorgehen als frühere Generationen. So nimmt in vielen Ländern der Einfluss der traditionellen Entscheidungsfaktoren ab, etwa die Beratung und Information durch Vermittler, die Empfehlung aus dem Umfeld oder die Affinität zu bekannten Marken. „Kunden gewinnen immer mehr die Kontrolle“, sagt Schepers. „Sie können Angebote vergleichen und holen sich aktiv Informationen über das Smartphone oder Social Media, anstatt darauf zu warten, diese zugesendet zu bekommen.“

Digitale Strategie entscheidend
Towers Watson folgert, dass die Veränderungen der Kunden-Anbieter-Beziehung neue Möglichkeiten und Chancen für die Versicherer bietet. Dazu Henning Maaß, Berater bei Towers Watson: „Mit der richtigen Strategie für die digitale Verbreitung können Firmen die Anforderungen jener Kunden erfüllen, die auf möglichst einfache Weise Finanzprodukte vergleichen und kaufen möchten.“ Andernfalls besteht die Gefahr, dass neue Anbieter aus der digitalen Welt (Vergleichsportale, Google) an den Profiten der Versicherer partizipieren werden.

Gefährliche Wissenslücken
Die Verbraucherstudie zeigt außerdem, dass sich Kunden aller Altersklassen nur ungern mit den Vorteilen und Risiken bestimmter Versicherungsprodukte beschäftigen: 65 Prozent der europäischen Konsumenten über 45 Jahre gaben an, dass sie Versicherungen abschließen, ohne sich im Detail über Nutzen und Risiko klar zu sein (Abb. 2). Ihre Gründe lassen darauf schließen, dass Anbieter in der Pflicht sind, an der Verständlichkeit der Produkte zu arbeiten (Abb. 3), damit Kunden künftig auch unabhängig die richtige Kaufentscheidung treffen können. „Darüber hinaus hält Unwissen auch davon ab, einen Vertrag abzuschließen“, fügt Maaß hinzu. So bestätigten 16 Prozent aller Befragten, aufgrund ihrer Unsicherheit bisher keine Versicherung abgeschlossen zu haben.

Big Data besser nutzen
Towers Watson sieht die Herausforderung darin, die analytischen Fähigkeiten der Versicherer auszubauen: Durch bessere Datennutzung können Versicherer das Kundenverhalten besser einordnen und verstehen. Das wird sich zentral auf die Rentabilität, die Strategie für Kundenakquise und -bindung sowie auf das Portfoliomanagement auswirken. „Das Augenmerk liegt oftmals auf den Daten (Big Data)“, betont Schepers. „Aber diese allein bringen dem Versicherer keinen strategischen Vorteil. Vielmehr kommt es darauf an, wie die Daten verwendet werden.“

Über die Studie
Towers Watson hat die Verbraucherstudie im Jahr 2014 in sieben europäischen Ländern durchgeführt mit dem Ziel, um aktuelle Kauftrends in der Versicherungsbranche zu erforschen. Die untersuchten Märkte sind die sechs größten in Europa – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande und Spanien – sowie der sich am schnellsten entwickelnde Markt, die Türkei. In jedem Land nahmen mindestens 1.000 Personen an der Befragung teil, insgesamt 7.136.

Datum: 30.03.2015

Verantwortlich für diese Meldung:

Towers Watson
Ulrike Lerchner-Arnold
Public Relations Manager

Towers Watson
Wettinerstraße 3
65189 Wiesbaden

Eschersheimer Landstraße 50
60322 Frankfurt

T +49 611 794-218
ulrike.lerchner-arnold@towerswatson.com

http://www.towerswatson.com

weitere Meldungen zum Thema:

Towers Watson: Insurance Consumer Survey 2015
Verschiebung der Machtverhältnisse: Neues Kaufverhalten wälzt Versicherungsbranche um • „Generation Finanzkrise“ birgt hohes Potenzial • Wissenslücken der Verbraucher: Produkte einfacher aufsetzen • Digitale Strategie...

Willis Towers Watson Vertriebswege-Survey 2016
Schaden- und Unfallversicherung: Digitaler Vertrieb noch schleppend - Ausschließlichkeitsvertreter bleiben wichtigster Vertriebskanal / Geschäft über Vergleichsportale stagniert Köln, 11. Dezember 2017 — Die Vertriebswege in der Schaden- und...

Towers Watson Vertriebswege-Survey zur Lebensversicherung: Bankvertrieb wieder vorne, Makler im Stimmungstief
Köln/Frankfurt, 25. November 2014 – Der Bankvertrieb hatte 2013 den größten Marktanteil beim Vertrieb von Lebensversicherungsprodukten in Deutschland und schob sich mit 28,5 Prozent vor die Ausschließlichkeitsorganisation (28,1 Prozent). Auf dem...

Towers Watson gewinnt Paul Verhoeven als Leiter der Insurance Investment Advisory Group Deutschland
Frankfurt am Main, 26. Juni 2014 – Ab sofort wird Dr. Paul Verhoeven als Director für die Unternehmensberatung Towers Watson tätig sein. Hier wird er die Kapitalanlageberatung für Pensionskassen, Versicherungsunternehmen und Versorgungswerke leiten....

Willis Towers Watson tritt InsurLab Germany bei
„Digitalen Wandel in der Versicherungswirtschaft fördern und begleiten“ Köln, 9. November 2017 — Willis Towers Watson, eines der weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Advisory, Broking und Solutions, ist zum 1. November dem im Mai 2017...

Willis Towers Watson gründet Hub für fakultative Rückversicherung
Stärkung des Geschäfts in der DACH-Region Frankfurt, 4. Oktober 2017 — Willis Towers Watson (NASDAQ: WLTW) hat eine neue Plattform für das fakultative Rückversicherungsgeschäft in der deutschsprachigen DACH-Region (Deutschland, Österreich,...

bAV-Reform: Interview mit Dr. Reiner Schwinger, Willis Towers Watson
bAV-Reform: „Versorgungslohn ist ebenso wichtig wie Barlohn – das muss in den Köpfen ankommen“ Wie eine starke Alterssicherung funktioniert, ob die Reine Beitragszusage ein Renner oder Ladenhüter wird und welche Bedeutung der Versorgungslohn hat...

Willis Towers Watson führt Radar 2.0 ein
Schnelleres und differenzierteres Pricing für Schaden-/Unfallversicherer Frankfurt/Köln, 8. September 2016 — Willis Towers Watson bringt weltweit eine neue Version seiner Radar Pricing Software auf den Markt. Mit Radar 2.0 reagieren Schaden- und...

Eindeutigkeit und Überversorgung bei Pensionszusagen

Steuerberater Münster Schulze Wenning

Live-Webinar „E-Mail-Marketing für Versicherungsvermittler“ am 16.03.2018

E-Mail-Marketing für Versicherungsvermittler

Sponsoring: Versicherer engagieren sich primär bei Teamsportarten

Studie Sponsoring Versicherungen 2018

Keine stringente Konditionenpolitik bei Kfz-Versicherern

Marketing-Mix-Analyse Kfz-Versicherung 2018

Finanzierungsmöglichkeiten von Eigentumswohnungen

AMADEUS Group